
Heimchen (Acheta domestica)
Zur Unterbringung verwendet man am besten eine Kunsstoffbox mit Lüftungsöffnungen, die 60×30×30 cm groß sein sollte. Den Tieren muss Futter und Trinkwasser angeboten werden. Als Wassertränke eignet sich ein Schwamm in einem Gefäß. Als Futter eignen sich alle möglichen Reste von Salat, Kartoffeln und Brot.
Eine Zuchtgruppe besteht aus ca. 100 Weibchen und 10 Männchen. Als Legeschalen werden Heimchendosen verwendet, die ca.4 cm hoch mit einem Gemisch aus Sand und Torf befüllt werden. Das Substrat muss leicht feucht gehalten werden damit die Eier nicht absterben. In der Box muss eine Temperatur von 26-28°C gehalten werden, da sich bei niedrigeren Temperaturen die Tiere nicht vermehren. Um die Temperaturen zu erreichen sollte man eine unter der Box liegende Heizmatte mit 15 Watt verwenden. Alle 14 Tage werden die Legeschalen entfernt und werden durch Frische ersetzt. Die Heimchendosen mit den Eiern werden in einen weiteren Behälter mit einer Temperatur von ca. 26-28°C gegeben.
Die Heimchen wachsen nach dem Schlüpfen sehr schnell heran und brauchen wenig Pflege, nur Frischwasser muss immer zur Verfügung stehen. Die Zuchttiere sollten monatlich gewechselt werden, sie können als Futtertiere noch verwendet werden. Um die Futtertiere qualitativ aufzuwerten, kann kurz vor dem Verfüttern Karotte angeboten werden.

Steppengrille (Gryllus assimilis)
Die Steppengrille gehört zu den am häufigsten verfütterten Futterinsekten. Ihr ruhiges Wesen und Ihre durchaus stattliche Größe macht sie für nahezu jedes Insekten fressende Reptil und auch viele weichfressende Vögel zu einer bevorzugten Mahlzeit. Die Steppengrillen kommt aus den subtropischen Klimazonen Südamerikas. Die Weibchen können eine Gesamtlänge von bis zu 35 mm erreichen, die Männchen bleiben etwas darunter. Die schokoladenbraune Färbung der ausgewachsenen Tiere lässt sie deutlich von den Mittelmeergrillen unterscheiden, die tiefschwarz sind. Die Steppengrille fällt dem Terrarianer durch ihr relativ leises Rufen der Männchen und durch eine geringe Sprungkraft angenehm auf.

Wüstenheuschrecke (Schistozerca gregaria)
Die gängigste Art ist die Wüstenheuschrecke (Schistocerca gregaria). Heuschrecken sind etwas schwieriger in der Vermehrung als Heimchen. Diese Futtertiere sind am nährstoffreichsten und gesündesten für Reptilien. Wüstenheuschrecken werden in der Regel von allen Echsen gerne angenommen. Erfahrungsgemäß werden sie besonders gerne vielen Chamäleon-Arten gefressen.

Argentinische Waldschabe (Blaptica dubia)
Schaben sind sehr einfach zu haltende und anspruchslose Futtertiere die sich mäßig vermehren. Beim Füttern ist darauf zu achten, dass sich die lichtscheuen Tiere nicht verkriechen. Für die Zucht ist keine Lichtquelle notwendig. Für die Zucht eigenen sich Kunsstoffboxen mit ca. 40×30×30cm Größe. Zum Verschließen der Oberseite muss ein dichter Deckel mit Lüftungsöffnungen vorhanden sein. Ein Zuchtansatz sollte aus 100 Weibchen und 10 Männchen bestehen. Jungtiere können im Behälter bleiben, da sie von den Eltern nicht aufgefressen werden. Als Futter dient Weizenschrot, Salat, Gemüse, Fischfutter.

Mehlwurm (Tenebrio molitor)
Die Larve des Mehlkäfers, der sogenannte Mehlwurm, ist im Futtertierhandel erhältlich.Mehlwürmer haben einen geringen Nährwert, sind sehr fett und schwer verdaulich. Sie sollten nicht als Hauptfutter verwendet werden, da Reptilien sehr schnell zum Verfetten neigen.

Fruchtfliegen (Drosophila melanogaster und D. funebris)
Die Fruchtfliege gibt es flugunfähig in einer kleinen (D. melanogaster) und einer großen (D. hydei) Form als Zuchtansatz im Fachhandel. Drosophila eignet sich für Jungtiere zur Aufzucht und wird auch von vielen adulten Tieren gefressen. Zu beachten ist, dass die Zuchttemperatur 25°C nicht überschreiten sollte. Zu hohe Temperaturen können im Extremfall dazu führen, dass der Futterbrei zu stark ausgast und der Zuchtansatz abstirbt. Die Luftlöcher im Deckel des Behälters sollte man mit einer dünnen Abdeckung versehen. Von Zeit zu Zeit sollte man den Futteransatz durch die Beigabe von Bananenstückchen auffrischen, die für fertig entwickelte Fliegen ein geeigneteres Futter darstellen als das Zuchtsubstrat.

Zophobas ( Zophobas morio)
Beim Zophobas, auch Schwarzkäfer genannt, handelt es sich um eine tropische Käferlarve, die eine Länge von bis zu ca. 50 mm erreichen kann. Die Larven sind sehr eiweißreich und ernähren sich außer von Getreideprodukten auch von Gemüse, Holz und sogar Aas.

